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der
Jubiläumssitzung

"2007
10 Jahre SKK"

 

www.katastrophenvorsorge.de

Herzlich willkommen!

 

Die SKK war die Antwort der im Zivil- und Katastrophenschutz der 90er Jahre mitwirkenden Organisationen auf eine schwindende Gesprächsbereitschaft des Bundesministeriums des Innern mit den Verbänden im Bevölkerungsschutz.

Ziel war damals die Einrichtung eines "Runden Tisches" als offene, freie und fachkompetente Gesprächsplattform für alle beteiligten Behörden, Verbände, Institutionen und sonstigen Stellen im Katastrophenschutz. Eine solche freie Gesprächsmöglichkeit war Ausdruck des praktizierten Subsidiaritätsprinzips in einem von der Verfassung vorgezeichneten föderalistischen System der politischen und verwaltungsmäßigen Zuständigkeiten in der Gefahrenabwehr und im Schutz- und Hilfeleistungssystem.

Am 29. September 1997 eröffnete der ASB-Bundesgeschäftsführer Wilhelm Müller die konstituierende Sitzung der neuen "Ständigen Konferenz für Katastrophenvorsorge und Katastrophenschutz (SKK)".
Die Gründung erfolgte damals auf Beschluss der Präsidenten und Vorsitzenden der im Katastrophenschutz tätigen Organisationen ARKAT, ASB, DFV, DLRG, DRK, JUH, MHD, und der THW-Helfervereinigung.

Anlässlich dieser Sitzung stellte sich der damalige Oberbürgermeister der Stadt Köln. Dres. h.c. Norbert Burger den Teilnehmern als Kandidat für den Vorsitz zur Verfügung und wurde einstimmig für dieses Amt gewählt. Die Geschäftsführung der SKK übernahm 1997 der ASB-Bundesverband.

Das Ziel der SKK war und ist es nach wie vor, als Denkfabrik und integratives Gremium eine interdisziplinäre Zusammenarbeit aller am Katastrophen- und Zivilschutz Beteiligten sicherzustellen. Auf dieser Basis werden allgemein gültige und möglichst bundesweite Empfehlungen zur Optimierung der Versorgung erarbeitet. Vor dem Hintergrund von Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung und Kostendämpfung einerseits und sachlicher Erfordernisse und Rahmenbedingungen andererseits, sollen diese Empfehlungen im Bevölkerungsschutz richtungweisend sein.

Um dies gemeinsam zu erarbeiten wurden damals vom Plenum acht Projekte ins Leben gerufen. Im Laufe der Zeit entwickelten sich daraus einzelne Projektgruppen aus welchen wesentliche und in Teilen sogar prägende und richtungsweisende Impulse für den Bevölkerungsschutz hervorgegangen sind.
Die meisten Ergebnisse der Projektgruppen werden als Broschüren veröffentlicht und an die vorgesehenen Adressaten (z.B. Länderministerien und Behörden) mit Anwendungsempfehlungen weitergegeben.

Nach zehn Jahren erfolgreicher Arbeit ist nun ein Punkt erreicht, der es nötig macht, die derzeitige Situation der SKK kritisch zu beleuchten. Runde Jubiläen verführen dazu, die Kernfrage zu stellen: Will man und wenn ja, wie will man die nächste Jahre angehen? Zumal die Arbeit der SKK - auch das darf nicht verschwiegen werden - von gelegentlicher Ablehnung vor allem aus Länderministerien begleitet wurde. Erfreulich war, dass sich das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) kurz nach seiner Gründung zur Zusammenarbeit bekannt hat.

Dies zeigt uns, dass man umdenken und weiterdenken muss. Fachübergreifend und interdisziplinär, ohne Rücksicht auf politische oder sonstige Einzelinteressen, muss die versammelte Fachkompetenz am Runden Tisch diskutieren. Es müssen Empfehlungen, Fragestellungen, Warnungen und auch Antworten erarbeitet werden. Es gibt also viel zu tun. Es gilt den gemeinsamen den Weg zu suchen und zu finden, um weiterhin gute Dienste anbieten zu können. Nur damit kann letztlich auch mit Hilfe dieser Arbeit die Gesellschaft auf allen Ebenen geschützt werden.

Im Rahmen einer Neuausrichtung ist es erforderlich, dass sich die SKK organisatorisch griffigere Statuten gibt. In diesem Zusammenhang gilt es, die Ziele für die kommende Dekade auf den Punkt treffend zu formulieren und im Rahmen gekonnter PR-Arbeit diese Ziele auch zu verkaufen.

Nur so kann die Grundlage für eine stärkere Inanspruchnahme der Arbeitsergebnisse auf allen Ebenen durch die in Politik und Verwaltung Zuständigen geschaffen werden. Es ist die absehbar ansteigende Gefährdungslage, die gemeinsame Einsicht aller, dass dringender Handlungsbedarf im Katastrophenschutz besteht und die Einsicht der Notwendigkeit einer sicheren Krisenkommunikation, die uns für die nächsten 10 Jahre Kraft schöpfen lässt.

Conference on Disaster Preparedness and Disaster Protection

Letzte Änderung: Montag, 5. Juli 2010
© Ständige Konferenz für Katastrophenvorsorge und Bevölkerungsschutz, Köln 2008